Pfarrer Karl Sendker

Predigten - Hilfen zur Bibelarbeit

Gottesdienste - geistliches Leben

 

2. Advent B
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Predigten

Predigtverzeichnis  nach Bibelstellen geordnet

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Predigt zur 1. Lesung:  Jes 40,1-5.9-11

2. Predigt zur 1. Lesung:  Jes 40,1-5.9-11  (nur im MP3 Format)

Predigt zum Evangelium:  Mk 1,1-8

Predigttext:      Jes 40,1-5.9-11

 

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Als ich noch Schüler war hatten wir in unserer Nachbarschaft einen Mann, einen Maurer, der hat mit den eigenen Händen sein ganzes Einfamilienhaus hochgezogen, ohne fremde Hilfe, wenigstens den Rohbau. Wenn er Feierabend hatte, war er jede freie Minute auf seiner Baustelle. Er hat keinen Urlaub gemacht, ist in keine Kneipe gegangen, hat an keinem Vereinsleben teilgenommen. Alles hat er investiert, jede Zeit und jede Kraft, um den Rohbau ganz alleine hochzuziehen.

Manchmal haben wir ihn gefragt: „Ist das nicht furchtbar anstrengend, auf alles zu verzichten, 2 Jahre lang nicht in Urlaub zu fahren, jeden Abend auf dem Bau zu sein, ist das nicht furchtbar mühsam?“ Dann grinste er meistens verlegen und hatte eine Standardantwort parat: „Man weiß ja, wofür man es tut.“ Er hatte ein Ziel; er wollte seiner Familie dieses Haus bauen. Und weil er ein Ziel vor Augen hatte, konnte er auf vieles verzichten.

Das ist bei uns Menschen so. Wenn man ein Ziel hat, dann sind wir in der Lage, Mühen auf uns zu nehmen, Strapazen zu erdulden, auf vieles zu verzichten, weil man eben ein Ziel hat. Und dann ist das Mühsame oft nicht mehr ein Problem.

 

Das ist im geistlichen Leben genauso. Heute in der Lesung und im Evangelium werden wir aufgefordert, dem Herrn den Weg zu bereiten. Das bedeutet nicht, dass wir jetzt alle im Tiefbau arbeiten sollen. Das Evangelium sagt uns ganz präzise, was damit gemeint ist, dem Herrn den Weg zu bereiten. Johannes der Täufer predigte Umkehr, Buße und Vergebung der Sünden. Und die Menschen sind zu ihm gekommen, haben ihre Sünde bekannt, haben sich taufen lassen und haben Vergebung empfangen. Das ganze Thema Buße, Bekenntnis der Sünden ist für die Menschen heute eine Last, eine Strapaze geworden. Wenn man Jahre, vielleicht Jahrzehnte nicht mehr zur Beichte gegangen ist und dann schon gar nicht mehr richtig weiß, wie man das machen soll. Oder wenn man im Laufe der Jahre sein Gewissen total eingeschläfert hat etwa nach dem Motto: Das tut man doch heute allgemein. Was tun wir denn schon noch? Dann kann so eine Forderung des Evangeliums: „Bekennt eure Sünden, tut Buße“, eine furchtbare Last sein, der man sich lieber entzieht.

Aber denk immer an eins: Buße tun, seine Sünden bekennen, ist nicht das Ziel. Es ist nur der Weg. Das Ziel, das dahinter steht, wird uns in der Lesung heute sehr präzise gesagt: „Ihr sollt die Herrlichkeit Gottes erleben.“ In eurem Leben soll die Herrlichkeit Gottes aufleuchten und sichtbar werden.

 

Wir wollen einmal kurz hinschauen: Wie sieht das eigentlich aus, wenn die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben sichtbar wird?

Bleiben wir im Alten Testament, beim Volk Israel. Wo wurde da die Herrlichkeit Gottes sichtbar? Israel war zu der Zeit in der babylonischen Gefangenschaft. Und das Aufleuchten der Herrlichkeit Gottes bedeutete dann: Eure Knechtschaft geht zu Ende! Ich werde euch wieder nach Jerusalem, in euer Heimatland zurückführen. Ich werde in die politischen Verhältnisse eingreifen. Das ist Wirklichkeit geworden; Israel hat das erlebt, und sie haben gejubelt. Da ist die Herrlichkeit Gottes im Volk Israel sichtbar geworden. Und sie haben genauso gejubelt  wie wir in unserer Generation gejubelt haben, als die Mauer in Berlin fiel.

Schauen wir ins Leben Jesu hinein. Auch da ist die Herrlichkeit Gottes Mensch geworden. Wir beten es immer im ‚Engel des Herrn’: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Im Johannesevangelium kommt da noch ein Satz hinterher, den wir beim ‚Engel des Herrn’  nicht mitbeten: „und wir haben seine Herrlichkeit gesehen“.

Schau dir einmal an, wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist, wie er für jeden heruntergekommen Sünder ein gutes Wort hatte. Wie er Menschen getröstet hat, die ganz unten waren. Er hat sie bei der Hand gefasst und aufgerichtet. Schau dir an, wie Jesus mit Kranken umgegangen ist, wie er umgegangen ist mit Menschen, die in ganz großer Not waren. Es leuchtete in der Gestalt Jesu Christi die Menschenfreundlichkeit und die Herrlichkeit Gottes auf.

Aber schau dir auch einmal an, wie das bei Jesus angefangen hat. Am Beginn seines öffentlichen Wirkens reiht er sich ein in die lange Schlange der Sünder, die bei Johannes dem Täufer am Jordan stehen, und er lässt sich im Jordan von Johannes taufen.

Die Herrlichkeit Gottes ist sichtbar geworden am Geburtstag der Kirche, am Pfingstfest damals in Jerusalem, als der Heilige Geist in Feuerzungen auf die ersten Christen in Jerusalem herabkam. Sie haben eine Freude gehabt, eine Dynamik gehabt, die gleichen Leute, die vorher aus Angst hinter verschlossenen Türen gesessen haben. Sie sind auf die Straße gegangen, sie konnten es nicht mehr für sich behalten. Und die Leute stehen staunend in Jerusalem auf dem Marktplatz und sagen: „Was müssen wir denn tun? Wir möchten das auch haben.“ Und dann kommt wieder die gleiche Botschaft. Petrus sagt ihnen: „Bekehrt euch, tut Buße, bekennt eure Sünden, damit auch ihr diese Gabe des Heiligen Geistes empfangt.“

Die Herrlichkeit Gottes ist sichtbar geworden in den großen Heiligen, bei jedem auf seine ureigenste Art und Weise. Da gibt es keinen Doppelgänger, sondern jeder ist eine eigene Persönlichkeit. Aber in jedem Heiligen leuchtet die Herrlichkeit Gottes auf. Denken Sie auch da immer daran: Die großen Heiligen haben sich selbst immer als die größten Sünder gefühlt.

Ein Mann den wir in unseren Jahrzehnten doch so verehrt haben, Papst Johannes der XXIII., der das Konzil einberufen hat. Ich habe gelesen, dass Papst Johannes der XXIII. jeden Tag gebeichtet hat. Als Jugendlicher konnte ich mir das nicht vorstellen. Heute weiß ich: Es gehört dazu, wenn  wir die Herrlichkeit Gottes erleben.

In diesen Tagen des Advent beichten unsere Kommunionkinder zum ersten Mal. Manches Mal habe ich nach der Erstbeichte gedacht: Die Gemeinde müsste eigentlich einmal dabei sein und das mit erleben, wie die Kinder zu Anfang ein Kribbeln im Bauch haben, ein bisschen Angst. Und wie dann auf einmal die große Freude bei den Kindern aufbricht, weil sie erlebt haben: Mir ist Vergebung geschenkt worden. Christus bietet mir seine Freundschaft an, obwohl ich etwas Böses getan habe. Was kommt da für eine Freude auf!

Natürlich drücken die Kinder das unterschiedlich aus. Der eine hüpft auf einem Bein die Treppe herunter und der andre sagt draußen: Das war cool! (Heute ist ja alles „cool“.) Diese Freude müssten Sie einmal miterleben, das lohnt sich.

Anders ausgedrückt: Ein Mitbruder von mir, ein alter Ordensmann, ist Jahre lang regelmäßiger Beichtvater in Kevelaer gewesen. Einmal die Woche ist er regelmäßig für einen Tag nach Kevelaer gefahren. Nun ist er zu alt, er kann es nicht mehr. Der hat mir manches Mal gesagt: Du kannst dir nicht vorstellen, wie viele dankbare Briefe ich bekomme, weil Menschen in einer Beichte Vergebung erfahren haben. Aus einem Brief las er mir vor. Da schrieb ein Mann: „Als ich bei ihnen gebeichtet habe, das Beichtgespräch hat fast eine Stunde gedauert, da ist eine solche Zentnerlast von mir weggenommen worden, und da ist eine solche Freude in mich hinein gekommen. Zum ersten Mal seit Jahren bin ich wieder ehrlich gewesen. Ich musste, als ich nach Hause gefahren bin, mit dem Auto an den Straßenrand fahren, weil ich einfach das Bedürfnis hatte laut zu singen.“

Das ist diese Freude, das ist das Ziel. Buße tun, Sünde bekennen, ist nicht das Ziel, das ist nur der Weg. Man kann ein ganz normales Christentum leben. Man kann vielleicht sogar damit in den Himmel kommen, aber die Herrlichkeit Gottes, diese Freude, diese Dynamik, diese Leuchtkraft, die wird nur der erleben, der IHM den Weg bereitet, und das bedeutet: Tu Buße, bekenn deine Sünde, und erfahre: Mir ist vergeben worden.   Amen!

 

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Predigttext: Mk 1,1-8

Predigt im MP3 Format

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Das lateinische Wort „Adventus“ bedeutet auf Deutsch „Ankunft“.

Auch im weltlichen Bereich bereiten sich oft Menschen mit vielen Hoffnungen und Erwartungen auf eine „Ankunft“ vor. Vielleicht erinnern sich die Älteren noch an die Ankunft  J.F. Kennedys in Berlin mit seinem programmatischen Ruf: „Ich bin ein Berliner!“

Ich selbst erinnere mich noch an den November 1987, wo man in Amerika die „Ankunft“ des damaligen Generalsekretärs der UDSSR Gorbatschow erwartete, der sich mit dem amerikanischen Präsidenten treffen wollte.

Mit dieser „Ankunft“, mit diesem Treffen der beiden mächtigsten Männer der Welt verbanden sich damals in der ganzen Welt so viele Hoffnungen. Es sollte ein Vertrag geschlossen werden, wodurch eine ganze Gattung von Waffen, die Mittelstreckenraketen, abgeschafft werden sollte, und dass die Zahl der Langstreckenraketen halbiert werden sollte. Es verbanden sich große Hoffnungen mit dieser „Ankunft“, mit diesem Treffen.

 

Aber bei solchen Treffen damals wie heute ist es immer so, dass das Wesentliche bereits vor einem solchen Treffen passiert. Da gibt Männer, die sich vorher zusammensetzen, und die in mühevoller Kleinarbeit darum bemüht sind, die Steine aus dem Weg zu räumen. Sie sind gleichsam Wegbereiter, die die Hindernisse beseitigen, die einem solchen Gipfeltreffen entgegenstehen. Wie viel an Misstrauen muss bei solchen Vorbereitungstreffen abgebaut werden, wie viel an Angst vor dem Anderen. Ob der es wohl ehrlich meint? Wie viel an Angst oder sogar auch an Stolz muss da manchmal beseitigt werden, aus dem Weg geräumt werden.

 

Wenn wir Christen Advent feiern, geht es um eine viel größere Ankunft, als um die Ankunft eines mächtigen Politikers. Es geht darum, dass der Sohn Gottes, Jesus Christus, ankommen möchte, bei mir, bei jedem einzelnen von uns. Und wenn Jesus Christus ankommt, dann geht es auch um viel größere Dinge als um ein Raketenabkommen oder um Wirtschaftsabkommen.

 

In den Lesungen der ersten Adventswoche wird uns aus dem Propheten Jesaja immer wieder vor Augen gestellt, was das bedeutet, wenn ER ankommt. Jesaja hat gesagt: „An jenem Tag werden die Menschen die Schwerter umschmieden zu Pflugscharen und die Lanzen zu Winzermessern“. „Man wird nicht mehr für den Krieg üben“, das heißt, es wird kein Manöver mehr geben. Da geht es nicht nur um die Beseitigung einer Waffengattung, sondern da geht es darum, dass der Krieg als ganzes ausgerottet wird. Das ist die Perspektive, die wir bei unserem Advent vor Augen haben.

Aber es geht noch weiter: „An jenem Tag ...“, sagt Jesaja,  - und das ist der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. -  „An jenem Tag wird es auf der ganzen Erde keine Feindschaft mehr geben.“ Jesaja drückt das mit einem Bildwort aus: „Dann kann ein kleines Kind mit einem Löwen spielen“, mit einem Raubtier, und das Raubtier wird das Kind nicht zerreißen. „Dann kann ein Kind seine Hand in das Schlupfloch einer Giftschlange stecken“ und die Giftschlange wird nicht zubeißen. Es wird auf der ganzen Erde keine Feindschaft mehr geben.

„An jenem Tag“, sagt Jesaja, da „werden Blinde sehen, werden Lahme gehen, werden Aussätzige rein, werden Kranke geheilt werden.“ „An jenem Tag“, man höre und staune, „wird der Tod vernichtet werden.“

„An jenem Tag“, sagt Jesaja, „wird die Hülle von den Menschen weggenommen“, so dass man Gott wirklich erkennen kann, und nicht nur eine verschwommene Vorstellung von irgendeinem höheren Wesen hat.

„An jenem Tag“, sagt Jesaja, „wird ein großes Festmahl gehalten, ein Gelage mit edelsten Weinen.“ Das bedeutet doch im Letzten nur, dass alle Menschen wirklich genug haben, und nicht nur genug, sondern Überfluss haben. In unsere Sprache übersetzt heißt das: Es wird keine Not, keine Hungersnot mehr geben. Es wird Leben in Fülle sein. Das ist die Perspektive unseres Advents.

 

Und wenn man einmal In die Evangelien schaut. Als der Sohn Gottes Mensch geworden ist, als Jesus Christus in unsere Welt kam: Ist das nicht ein ganzes Stück Realität geworden? Ist das nicht so gewesen, dass Blinde gesehen haben, dass Lahme gegangen sind, dass Tote auferweckt wurden? Ist das nicht so gewesen, dass ein ganzes Stück Frieden gestiftet wurde, wo es menschlich gesehen unmöglich schien?

Wir können uns heute gar nicht mehr vorstellen, was das bedeutet: Damals saß im Kreis der 12 Apostel auf der einen Seite ein Zelot - heute wurde man sagen Linksterrorist. Zeloten waren diejenigen, die damals Terroranschläge verübt haben. Und auf der anderen Seite sitzt im gleichen Kreis der Apostel ein Zöllner. Einer, der mit der römischen Besatzungsmacht gemeinsame Sache machte. Stärkere Gegensätze kann man sich gar nicht vorstellen. Die sitzen gemeinsam im Kreis der Apostel.

Oder: Können wir erahnen, was das bedeutet in der ersten Christenheit, dass Sklaven und ihre Herren am gleichen Tisch saßen? Die sozialen Spannungen und Unterschiede waren auf einer neuen Ebene „in Christus“ aufgehoben. Das ist Wirklichkeit geworden.

 

Aber es kann auch in unserem Leben Wirklichkeit werden, wenn Jesus Christus in unserem Leben ankommen kann, wenn er bei uns Advent, Ankunft halten kann. Aber es ist genauso wie bei Gipfeltreffen der Politiker: Die Vorbereitungsphase ist notwendig, die „Wegbereitung“. Es müssen die Steine aus dem Weg geräumt werden.

 

Und darum tritt im Evangelium des 2. Adventssonntags Johannes der Täufer auf, der Wegbereiter Jesu. Und er ruft den Leuten zu: „Bereitet IHM den Weg, macht die krummen Wege gerade, macht das Hügelige zu einer Ebene, dass ER ankommen kann.“ Was das konkret bedeutet, wird auch ganz deutlich gesagt: „Er predigte eine Taufe zur Vergebung der Sünden.“ Und ganz Judäa und Jerusalem sind zu ihm gekommen. Sie haben am Jordan ihre Sünde bekannt und haben sich taufen lassen. Das bedeutet es, dem Herrn den Weg zu bereiten.

 

Jetzt für uns einfach mal ganz praktisch: Wäre es nicht gut, wenn wir Katholiken in dieser Adventszeit auch einmal unsere ganze Angst aus dem Weg räumen würden, die wir vor der persönlichen Beichte haben? Mal ganz ehrlich, es ist doch nur Angst. Es ist auf der einen Seite die Angst, die sich vermischt mischt mit ein bisschen Stolz, zuzugeben, dass ich ein Versager bin, das ich gesündigt habe. - Es kann doch wohl nicht sein, dass wir heute weniger sündigen als die Menschen vor 50 Jahren und damals Bei Johannes dem Täufer.  - Nein, es ist im Grunde nur unsere Angst. Wäre es nicht gut, wenn wir einmal dieses versteckte Misstrauen aus dem Wege räumen, das wir auch den Priestern, den Beichtvätern gegenüber haben? Wie oft sagen die Leute: „Muss ich denn wirklich mit den Sünden noch zum Priester gehen und dem das sagen? Kann ich das nicht auch mit Gott alleine ausmachen?“ Das ist doch im Tiefsten auch wieder nur Angst oder verstecktes Misstrauen: „Was denkt der jetzt wohl von mir?“ Aber glaubt mir, wenn wir diese Angst und dieses Misstrauen, die wir in Bezug auf persönliche Beichte haben, festhalten, wenn dadurch Sünde nicht bekannt wird, dann geschieht nicht Vergebung. Dann halten wir aus dieser Angst heraus unsere Sünde im Herzen fest, und verhindern es, dass Jesus Christus bei uns wirklich ankommen kann.

 

Sehen Sie, die Zeit schreitet ja voran und Weihnachten findet auf jeden Fall statt: Mit den Geschenken, mit dem Weihnachtsgottesdienst, mit dem Tannenbaum ... Aber ob Weihnachten wirklich ein Tag ist, wo der lebendige Sohn Gottes bei Dir ankommt, wo in Deinem Herzen dieser Friede geschieht, den er schenkt, wo in Deinem Herzen dieses Leben in Fülle erfahrbar wird, diese Freude, die nicht nur von den Geschenken und von den strahlenden Kinderaugen kommt, das wird davon abhängen, ob wir die Steine des Misstrauens und der Angst jetzt in den Wochen vor Weihnachten aus dem Weg räumen. Es lohnt sich.

 

Heute in der Lesung aus dem Propheten Jesaja steht eine ganz große Verheißung: „Alles Fleisch“, das heißt, alle sterblichen Menschen, sagt Jesaja, „sollen die Herrlichkeit Gottes schauen.“ Das hat Gott für uns bereit, dass wir die Herrlichkeit Gottes schauen dürfen. Und darum trifft uns der Ruf: „Bereitet dem Herrn den Weg!“ Gott steht zu seinem Wort. Aber ob wir bereit sind, diese Steine der Angst und des Misstrauens aus dem Weg zu räumen?   Amen!

 

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