Pfarrer Karl Sendker

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  Predigt zur ersten Lesung:   Jes 42,1-7

Predigt:  Die „stillen“ Jahre in Nazareth

Predigttext:    Jes 42,1-7

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Es gibt in dieser Welt ein grausames Gesetz: dass das Schwächere zugrunde geht.

Das haben wir schon im Biologieunterricht gelernt: Beim Kampf der Arten untereinander können sich nur die Starken durchsetzen, die Schwachen gehen auf die Dauer zugrunde.

 

Wenn das nur in der Biologie so wäre, na ja. Aber leider ist dieses Gesetz auch bei uns Menschen gültig. Eine ganz einfache Tatsache aus dem wirtschaftlichen Bereich: Wenn ein kleiner Laden heute nicht mehr konkurrenzfähig ist, dann wird er von den großen geschluckt und ist weg. Ich kann mich erinnern: in einer Kleinstadt im Münsterland ging einmal das Gerücht herum, dass am Stadtrand ein großer Warenhauskonzern einen Supermarkt bauen wollte. Und ich weiß noch gut, wie die kleinen Einzelhändler dieser Kleinstadt gezittert haben, weil sie genau wussten: Wenn da ein Supermarkt gebaut wird, dann können wir nicht mehr mithalten, dann sind wir ‚weg vom Fenster’.

 

Aber es ist nicht nur in der Wirtschaft so. Schauen Sie einmal in die Politik oder in unsere Gesellschaft: Überall dort, wo Menschen in größerem Umfang Verantwortung übernommen haben, wo sie ein Stückchen herausgehoben sind aus der Masse, da warten andere nur darauf, dass dieser eine sich irgendwann einmal eine Blöße gibt, oder dass er eine Schwäche zeigt. Und wenn er eine Schwäche zeigt, dann kann er den Hut nehmen. Das wird uns beinahe tagtäglich vor Augen geführt. Es ist ein furchtbares, ein grausames Gesetz. Wie schnell sind wir heute damit bei der Hand über einen Menschen ‚den Stab zu brechen’, wie wir dann sagen, wenn er sich einmal eine Blöße gegeben hat, wenn er Schwäche gezeigt hat.

 

Und leider ist das oft sogar in der Kirche der Fall. Da hat sich jemand in der Pfarrgemeinde engagiert, und sobald er irgendwo einmal eine Schwachstelle zeigt, zeigen die anderen sofort mit dem Finger auf ihn. Er kann so viele Dinge gut gemacht haben. Das eine wird ihm angekreidet, mit einer Genüsslichkeit die manchmal schon furchtbar ist.

Oder ich denke auch an die Frage, wie wir als Kirche umgehen mit Menschen, die in ihrem Leben gescheitert sind, beispielsweise mit Geschiedenen Wiederverheirateten. Natürlich es ist richtig: Scheidung ist nicht im Willen Gottes. Aber wenn Menschen gescheitert sind, dann braucht man sie doch nicht noch abzustempeln und den Stab über sie zu brechen. Aber wie leicht wird das auch in unserer Kirche getan. Oder ich denke an die Art und Weise, wie in der Kirche mit Priestern umgehen, die in ihrem Amt gescheitert sind. Sie können die Beispiele beliebig fortsetzen. Wie schnell sind wir bei der Hand über einen Menschen den Stab zu brechen. Es ist ein furchtbares Gesetz in dieser Welt: Der Schwache geht kaputt.

 

Aber dieses grausame Gesetz, das so ehern zu sein scheint, gilt nicht bei Gott. In der Lesung, die wir eben gehört haben aus dem Propheten Jesaja, ist von einem Gottesknecht die Rede. Keiner weiß so ganz genau, wen der Prophet mit diesem Gottesknecht meint. Aber Jahrhunderte später haben die Christen in diesem Gottesknecht sofort ihren Herrn Jesus Christus wiedererkannt.

Von diesem Gottesknecht heißt es in der Lesung ausdrücklich: „Er wird das geknickte Rohr nicht brechen!“ Wenn alle anderen der Meinung sind: Da ist ein Rohr angebrochen, also: abknicken und wegwerfen, das taugt zu nichts mehr ... Dieser Gottesknecht Jesus Christus wird das geknickte Rohr nicht brechen, auch wenn alle anderen das tun.

 

Oder das zweite Bildwort, so kurz aber so treffend: „Er wird den glimmenden Docht nicht auslöschen.“

Wir alle haben von Jesus die Berufung, Licht der Welt zu sein, etwas auszustrahlen in dieser Welt. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann ist oft das eigene Leben eher wie so ein glimmender Docht. Da ist nur noch ein ganz kleiner Funke da, und jeder rechnet damit, dass dieses Licht in Kürze erlischt. Und dann bleibt nur noch eine Rauchfahne übrig. Was macht man dann mit so einer Kerze, mit so einem Docht, der eben noch so glimmt: Spucke zwischen die Finger und dann ausdrücken.

 

Aber genau das tut Jesus nicht. Wenn unser Leben nur noch wie ein glimmender Docht ist, ohne Leuchten und Strahlen, wenn da nur noch eine Rauchfahne sichtbar wird, dann löscht Jesus diesen glimmenden Docht nicht aus, sondern er bringt ihn neu zum Leuchten.

 

Wenn Sie in den nächsten Monaten im Gottesdienst die einzelnen Sonntagsevangelien hören, dann achten Sie einmal darauf, wie Jesus den Menschen begegnet ist. Man könnte gleichsam wie eine Überschrift über das Leben Jesu schreiben: „Er bricht das geknickte Rohr nicht ab, und er löscht den glimmenden Docht nicht aus.“

Da wird im Johannesevangelium von einem Theologen erzählt, der nachts zu Jesus kommt - tagsüber traut er sich vielleicht nicht aus Furcht vor den Juden, - weil er mit seiner Theologie nicht mehr klarkommt. Alles in seinem geistliche System ist durcheinander gekommen. Es war vorher alles so geordnet, aber als er Jesus hört, ist er total verwirrt. Und Jesus nimmt sich eine ganze Nacht Zeit für diesen Theologen, der mit seiner Theologie nicht mehr klar kam.

Nun kann man sagen: das war ein Theologe. Aber ein Kapitel später im Johannesevangelium kommt eine einfache Frau in der Mittagshitze zum Wasserholen an den Jakobsbrunnen. Und wenn man diese Geschichte liest, dann spürt man sofort, dass diese Frau in ihrem Dorf eine Ausgestoßene ist. Mit der will man nichts zu tun haben, eine Samariterin. Sie hatte fünf Männer gehabt, fünfmal war die Ehe gescheitert und jetzt lebt sie mit einem Mann zusammen, mit dem sie gar nicht verheiratet ist. Jeder hat mit dem Finger auf sie gezeigt. Und Jesus nimmt sich in der Mittagshitze Zeit, um dieses geknickte Rohr wieder aufzurichten, um dieser Frau neuen Lebensmut zu schenken, um dieser Frau eine neue Würde zu geben.

Oder schau Dir einmal den Petrus an: Dreimal hat er Jesus verleugnet. Und dann kräht der Hahn! Und da ist dieser vorher so selbstsichere Petrus nur noch wie ein geknicktes Rohr. Er fängt bitterlich an zu weinen, denn er merkt auf einmal, was er getan hat. Und Jesus steht in der anderen Ecke im Hof des Hohenpriesters, dreht sich um und schaut den Petrus an mit einem Blick der Liebe. Und Petrus merkt: Er hat mich nicht ausgelöscht, er hat mich nicht abgebrochen, er hat mich verbunden und er hat mich geheilt. Und schließlich hat Jesus dieses geknickte Rohr zum Felsen der Kirche gemacht.  

 

Schwestern und Brüder, irgendwie wird es wohl jedem einmal so gehen, dass man sich vorkommt wie so ein glimmender Docht, wie so ein geknicktes Rohr. Situationen, wo man im eigenen Leben nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Wo man mit sich selber nichts mehr anfangen kann, wo die anderen mit einem nicht mehr zurecht kommen. Da bin ich immer so unausgegoren, und ich weiß überhaupt nicht, woran es liegt und was ich dagegen tun soll. Dann hat man gar keinen Lebensmut mehr.

Aber glaub mir: Wenn das so ist, wenn unser Leben nur noch wie ein geknicktes Rohr ist oder wie ein glimmender Docht: Jesus wird dieses geknicktes Rohr deines Lebens nicht brechen, und er wird den glimmenden Docht deines Lebens nicht auslöschen. Er wird dir neuen Lebensmut geben, ein neues Leuchten und ein neues Strahlen. Dafür ist er, der Gottesknecht, in die Welt gekommen.

Das ist Evangelium, das ist im buchstäblichen Sinne frohe Botschaft, auch für Dich.   Amen.

 

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Die „stillen“ Jahre in Nazareth

 

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

In einer Woche kann viel passieren. Vor allem, wenn es eine Woche ist, wie die vergangene Woche. Vor etwa einer Woche feierten wir das Fest der Erscheinung des Herrn, Dreikönige, und jetzt, eine Woche später, das Fest der Taufe Christi. Für uns liegt nur etwa eine Woche dazwischen, aber in Wirklichkeit liegen dazwischen dreißig Jahre. Als die Weisen aus dem Morgenland zur Krippe kamen, das war zur Zeit der Geburt Jesu. Als Jesus getauft wird, das war zu Beginn seines öffentlichen Wirkens, und da war Jesus etwa dreißig Jahre alt.

 

Über diese dreißig Jahre wissen wir eigentlich so gut wie nichts. Man nennt diese dreißig Jahre: Die stillen Jahre in Nazareth. Über diese dreißig Jahre wird nur gesagt: Jesus ging mit Maria und Josef und war ihnen untertan. Und dann nur noch die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel. Als Jesus mit zwölf Jahren religionsmündig wurde, ging er zum ersten Mal mit auf die Wallfahrt nach Jerusalem. Dort bleibt er dann im Tempel und die Eltern suchen ihn. Sie kennen ja diese Geschichte.

Sonst wissen wir nichts über diese dreißig stillen Jahre in Nazareth. Aber je weniger man darüber weiß, um so mehr bemächtigt sich dann die fromme Fantasie dieser Zeitspanne und schmückt sie aus.

 

Wir wollen heute einmal etwas hinschauen. Was ist möglicherweise alles in diesen dreißig Jahren passiert?

Zunächst einmal die Frage: Waren das wirklich so „stille“ Jahre damals in Nazareth?

Nazareth liegt in Galiläa, und Galiläa war damals in Israel die Landschaft, wo es ganze Nester von Aufrührern gab. Damals waren die Römer die Besatzungsmacht in Israel. Und es hat damals in Israel eine politische Partei gegeben, die Zeloten. Das waren die Partisanenkämpfer von damals, die gegen die römische Besatzungsmacht immer wieder Anschläge verübten. Wenn sie erwischt wurden, dann wurden sie gekreuzigt. In Galiläa, in Nazareth, waren Kreuzigungen damals an der Tagesordnung.

An einer einzigen Stelle im Leben Jesu bekommen wir einen winzigen Einblick. Da waren nämlich Galiläer nach Jerusalem gekommen, um im Tempel Opfer darzubringen. Und was hat der Statthalter Pontius Pilatus gemacht: Er hat diese Galiläer, die nur zur Anbetung nach Jerusalem gekommen waren, grausam niedermetzeln lassen, so dass das Blut dieser Männer sich mit dem Blut der Opfertiere vermischte.

So ging das damals zu in Galiläa. Wenn heute eine Familie in Bethlehem wohnen würde, was ja Palästinensergebiet ist, würde ja auch keiner auf die Idee kommen, von den stillen Jahren in Bethlehem Anfang des 21. Jahrhunderts zu erzählen. Nein es war eine Zeit des Aufruhrs damals in Nazareth. Von stillen Jahren kann da wirklich nicht die Rede sein.

 

Aber was war dann mit Maria, mit Jesus und mit Josef? Nach gängiger Vorstellung war Josef von Beruf …, ja was war er denn eigentlich nach der Bibel von Beruf? Normalerweise sagen wir, dass Josef von Beruf Zimmermann war. Das ist die gängige Vorstellung bei den meisten Christen. Josef, der Zimmermann an der Hobelbank mit den Werkzeugen eines Schreiners in der Hand. Und Jesus hilft Josef in der Zimmermannswerkstatt. Das ist so die gängige Vorstellung von den Jahren in Nazareth.

Aber stimmt das überhaupt so? In der Bibel steht darüber nichts. In der Bibel steht nur eine Bemerkung über Josef: Er war von Beruf, da steht da im Griechischen ein Wort, das heißt „tektoon“, daher kommt noch unser deutsches Wort Architekt. Und dieses griechische Wort „tektoon“ heißt eigentlich übersetzt: Baumeister. Ein Baumeister, der mit Holz arbeitet, das ist dann ein Zimmermann, ein Schreiner. Ein Baumeister, der hauptsächlich mit Steinen arbeitet, ist vielleicht ein Steinmetz oder ein Maurer. Er steht im Neuen Testament, dass Josef (und auch Jesus) Baumeister war.

Nun habe ich gelesen, dass es damals zur Zeit Jesu in Nazareth kaum Holz gab. Von daher ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass Josef als Baumeister mit Steinen oder Lehmziegeln gearbeitet hat. Sicher kann man das nicht sagen.

Aber eins ist er doch auffällig: Als Jesus später in seinen Predigten Bildworte und Gleichnisse gebraucht, da nimmt er seine Bilder nie aus dem Holz verarbeitenden Gewerbe. Und wenn er seine ganze Jugend bis zum dreißigsten Lebensjahr in einer Zimmermannswerkstatt zugebracht hat, dann sollte man doch eigentlich denken, dass er seine Bilder auch aus diesem Bereich wählt. Aber seine Bilder kommen entweder aus der Landwirtschaft, oder eben „ein Haus, das auf Fels gebaut ist bzw. auf Sand gebaut ist“, aber eigentlich nie aus der Zimmermannswerkstatt. Das müsste uns eigentlich stutzig machen.

 

Ein Weiteres: Nazareth war damals ein ganz kleines Dorf. Das bedeutet aber: Wenn Josef Baumeister war, ganz gleich, ob der mit Holz oder mit Steinen gebaut hat, Nazareth war so klein, dass sich von der Bautätigkeit in Nazareth allein eine Familie nicht ernähren ließ. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Josef nicht ständig in Nazareth gewesen ist in seiner Zimmermannswerkstatt, sondern die Wahrscheinlichkeit ist viel größer, dass Josef als tätiger Baumeister weit herumgekommen ist. Überall, wo es etwas zu bauen gab, dort ist Josef hingegangen. Es war damals üblich, dass die Handwerker über Land gingen.

Damit würde folgendes zusammen passen: Als dem Josef ein Engel im Traum sagt: „Nimm das Kind und seine Mutter und zieh nach Ägypten“, ins Ausland, da steht er sofort auf und geht los. Das passt eigentlich gut damit zusammen, dass Josef als Baumeister gewohnt war, weite Reisen zu unternehmen.

 

Ein Weiteres: Es war damals üblich, dass die heranwachsenden Söhne ihrem Vater, wenn der Handwerker war, zur Hand gingen. Sie machten Handlangerdienste. Das wird bei Jesus ähnlich gewesen sein. Wenn aber Josef in seiner Tätigkeit als Baumeister weit herum gekommen ist, und Jesus ihm zur Hand ging, dann würde das bedeuten, dass Jesus auch nicht dreißig Jahre in Nazareth am Rockzipfel der Mutter gesessen hat, sondern dass Jesus in diesen dreißig Jahren zusammen mit Josef weit herum gekommen war. Er konnte seinen Horizont erweitern. Er war gewohnt, mit vielen Menschen Kontakt zu haben, auch mit solchen, die nicht im Dörfchen Nazareth wohnten.

Und auch hier, wie so kleine Mosaiksteinchen: Ist es nicht merkwürdig, dass ein zwölfjähriger Junge, ohne Angst zu haben, einfach allein in der Großstadt Jerusalem bleibt? Ich hätte als Junge von zwölf Jahren Angst gehabt. Könnte es sein, dass Jesus gewohnt war, sich in fremder Umgebung zu bewegen, sich mit fremden Menschen zu befassen, sich mit denen zu unterhalten, gerade weil er eben zusammen mit Josef viel herumgekommen war?

 

Ich weiß wohl: das sind alles auch nur Vermutungen. Davon steht so direkt nichts in der Bibel. Aber manche scheinbar nebensächliche Züge in den Evangelien bekommen ein neues Licht, wenn man sich Jesus denkt als einen, der mit dem Baumeister Josef weit herumgekommen war.

 

Wenn wir einmal Jesus vergleichen mit Johannes dem Täufer, der ja gleich alt war, dann können wir eins feststellen: Johannes der Täufer war in seinem Horizont sehr eng. Er war halt der Bußprediger. Und was hat demgegenüber Jesus eine Weite des Denkens gehabt. Das deutet auch darauf hin, dass er nicht nur eine Weite des Denkens hatte war, sondern dass im buchstäblichen Sinne sein räumlicher Horizont sehr weit gespannt war.

 

 

Am Ende dieser dreißig Jahre kommt Jesus an den Jordan. Und jetzt das Eigenartige: Das erste, was uns von Jesus am Beginn seiner öffentlichen Wirksamkeit berichtet wird: Er stellt sich in die lange Schlange der Sünder, die am Jordan stehen, um von Johannes getauft zu werden. Da waren ja Hunderte, vielleicht Tausende, zu Johannes an den Jordan gekommen. Sie bekannten ihre Sünden und ließen sich taufen.

Es stimmt, was der Hebräerbrief sagt: Jesus ist in allen uns gleich geworden außer der Sünde. Aber er hat die Sünde der Welt getragen. Und er ist sich nicht zu schade, sich in die lange Schlange der Sünder einzureihen, die da am Jordan steht.

Aber dann bewahrheitet sich auch ein Wort, dass Jesus später gesagt hat: „Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ Als er sich selbst erniedrigt und sich in die lange Schlange der Sünder einreiht, da kommt vom Himmel her die Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Wohlgefallen.“ Da wird er vom Vater im Himmel groß gemacht.

 

Es gibt ein Wort, das mir sehr kostbar ist. Ich weiß nicht einmal, von wem dieses Wort stammt. Diesen Vers schreibe ich oft in Poesiealben. Ich bekomme ja als Pfarrer auch oft so ein Poesiealbum in die Hand gedrückt mit der Bitte, etwas hinein zu schreiben. Und das Wort, das ich dann oft hinein schreibe, heißt:

„Wer andern etwas künden will, schweigt viel in sich hinein. Wer einst den Blitz entzünden will, muss lange Wolke sein.“

Das gilt im Leben Jesu. Das gilt auch für uns.   Amen

 

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