Pfarrer Karl Sendker

Predigten - Hilfen zur Bibelarbeit

Gottesdienste - geistliches Leben

 

2. Fastensonntag C
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Predigten

Predigtverzeichnis  nach Bibelstellen geordnet

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siehe auch:     2. Fastensonntag A

Predigt zur 1. Lesung:  Gen 15,5-12.17-18

Predigt zur 2. Lesung:  Phil 3,17 - 4,1

Predigt zum Evangelium:  Lk 9,28b-36

Predigttext:   Gen 15,5-12.17-18

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Dass Kinderlosigkeit in der Bibel als Fluch gesehen wird, dass beginnen wir heute in unserer Gesellschaft langsam wieder zu verstehen. Eine der großen Nöte unserer Gesellschaft heute hier in Deutschland liegt darin, dass wir immer weniger Kinder haben. Unsere Altersversorgung bricht zusammen; unser ganzes Sozialgefüge kommt ans Wackeln. Und eine der Hauptursachen dafür ist die zunehmende Kinderlosigkeit heute.

Nicht nur der Staat ist davon betroffen. Wir merken das inzwischen auch in der Kirche. Wenn wir hier in Deutschland einen immer größer werdenden Priestermangel haben, dann muss man doch einmal die Frage stellen: Wo sollen die Priester denn herkommen? Früher, als in einer Familie in der Regel noch durchschnittlich drei bis vier Kinder waren, da war es nichts Ungewöhnliches, dass eines dieser Kinder einen geistlichen Beruf ergriff. Aber auch heute, wenn viele Ehen ganz kinderlos sind, oder wenn viele ihnen nur noch ein Kind haben, wo sollen denn die Priester dann herkommen?

 

Dieses Stichwort „kinderlos“, das hängt wie ein Damoklesschwert über der ganzen Abrahamsgeschichte, aus der wir eben die erste Lesung gehört haben.

Abraham hatte von Gott den Ruf bekommen: „Zieh fort aus seinem Vaterhaus, aus Ur in Chaldäa“, das ist heute im südlichen Irak. „Lass alle Sicherheiten, die du hast, alle Bindungen zurück. Ob es das Vaterhaus ist, ob es die Sippe ist, ob es die Familie ist, lass das alles zurück. Zieh fort in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Und Gott hatte ihm die Zusage mit auf den Weg gegeben: Um deine Altersversorgung brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Modern angesprochen: Deine Rente ist sicher! Ich werde dich zu einem großen Volk machen. Ich werde deine Nachkommenschaft zahlreich machen. Mach dir um deine Altersversorgung keine Gedanken.

Und Abraham war losgezogen aus Ur in Chaldäa in eine ungewisse Zukunft. Er war tausende von Kilometern gegangen. Und er war in das Land gekommen, das Gott ihm gezeigt hatte.

 

Aber es schwebte immer dieses Stichwort „kinderlos“ über seinem Leben. Ein Jahr ging ins Land, ein Jahrzehnt ging ins Land. Es zeigte sich, dass seine Frau Sarah überhaupt keine Kinder bekommen konnte. Und dann ging Jahrzehnt über Jahrzehnt ins Land. Inzwischen war Sarah über die Wechseljahre hinaus, und Abraham selbst war auch ein alter Mann geworden. Wo sollten dann noch Kinder herkommen? Hatte Gott nur leere Sprüche gemacht, nur leere Versprechungen gegeben? War alles nur Schall und Rauch gewesen? Man kann sich schon vorstellen, dass Abraham Angst bekam, wie es um seinen Lebensabend bestellt sein würde.

 

Und dann erscheint ihm Gott in einer Vision, man könnte vielleicht sagen: in einem Traum. Und er sagt zu Abraham: „Abraham, dein Lohn wird groß sein!“ Aber dann platzt es aus dem Abraham heraus: „Was willst du mir denn schon geben? Gut, ich habe großen Besitz, aber das wird alles mein Knecht erben, denn ich habe ja keinen Nachkommen. Was willst du mir denn schon geben? Du hast dein Versprechen nicht eingelöst!“

Und dann sagt ihm Gott: „Abraham, komm einmal aus seinem Zelt heraus.“ Und Gott führt ihn nachts vor das Zelt: „Schau Dir einmal den Sternenhimmel an. So wird deine Nachkommenschaft sein! Das verspreche ich dir.“

 

Aber das war wieder nur ein Wort. Und Gott hatte ja scheinbar beim ersten Mal sein Versprechen auch nicht gehalten. Alles waren nur leere Worte gewesen. - Wenn man irgend etwas in der Hand hätte. Heute würde man sagen: wenn man es schriftlich hätte, wenn man einen Vertrag hätte, auf denen man sich berufen könnte. - Aber so: leere Versprechungen.

 

Doch dann gibt Gott ihm etwas in die Hand. Er schließt mit Abraham einen Bund, einen Vertrag, aber nicht ein Bündnis zwischen zwei gleichberechtigten Vertragspartnern. Nein, Gott geht eine feierliche Selbstverpflichtung ein: „Ich werde deinen Nachkommen dieses Land geben.“

 

Und dann kommt diese Szene, die man heute kaum noch versteht. Gott sagt dem Abraham: „Hol dir einmal ein paar Tiere: ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen Widder und zwei Tauben. Abraham soll diese Tiere in zwei Teile zerhauen. Und diese beiden Teile von jedem Tier werden so nebeneinander gelegt, dass zwischen den Teilen eine Gasse entsteht, durch die man hindurchgehen kann.

Das war damals im Orient ein Ritus der Selbstverwünschung, der Selbstverfluchung. Wenn damals Bündnisse geschlossen wurden, und einer der Partner vollzog diesen Ritus, dann ging er mit einer brennenden Fackel durch diese auseinander geteilten Tierhälften hindurch. Und das bedeutete dann: Wenn ich meine Bündnisverpflichtung dir gegenüber nicht einhalte, dann kannst du mich zerteilen, so wie diese Tiere zerteilt sind.

Das tut Gott hier. Und Abraham sieht in seinem Traum, wie eine brennende Fackel durch diese Tiere hindurchgeht. Gott spricht gleichsam eine Selbstverwünschung aus. „Du kannst mich beim Wort nehmen. Ich werde meine Bündnisverpflichtung dir gegenüber einhalten. Wenn nicht, dann kannst du mich vierteilen“, würden wir heute sagen.

 

Und dann steht mitten in unserer Lesung das große Wort, das dann später beim Apostel Paulus eine so bedeutende Rolle spielt: „Abraham glaubte Gott.“ Es ist das erste Mal in der Bibel, dass das Wort „glauben“ vorkommt: „Abraham glaubte Gott.“

 

Das Wort „glauben“ heißt im Hebräischen: „Amen“. Und Glaube bedeutet im Tiefsten: Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich verlasse mich darauf total. Man könnte dieses Wort Amen auch übertragen: Du kannst Gott auf sein Versprechen festnageln. Das ist Glauben. Abraham hat Gott auf sein Versprechen festgenagelt. Er hängt und klammert sich total an die Zusage Gottes.

Menschlich gesehen war da nichts mehr zu machen. Und alle Leute haben gesagt: Wo sollen die Kinder denn herkommen? Deine Frau ist über die Wechseljahre hinaus; außerdem ist sie unfruchtbar. Du selbst ist ein alter Mann. Woher soll denn deine Nachkommenschaft kommen?

 

Aber ich komme hier noch einmal zurück auf den Sternenhimmel, den Gott dem Abraham zeigte. „Schau dir die Sterne des Himmels an“, sagt Gott zu Abraham. „So wird deine Nachkommenschaft sein.“ Das bedeutet natürlich auf der einen Seite: So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein. Aber es ist zugleich auch ein Hinweis auf den Schöpfergott: „So wie ich das All aus Nichts geschaffen habe, so kann ich dir auch aus Nichts Nachkommenschaft schenken.“ Das ist das Geheimnis des Glaubens, dass wir auf Gott als den Schöpfer schauen, der aus Nichts etwas machen kann. Und wenn alle Menschen sagen: Da geht nichts mehr. Gott kann immer noch.

 

Abram wird im neuen Testament „Vater des Glaubens“ genannt. Von daher ist er für uns die „Gläubigen“ ein Vorbild. Von Abraham können wir ein paar ganz wichtige Dinge lernen:

 

Er war gehorsam. Er ist aus seiner Heimat weggezogen, als Gott ihn dazu aufgefordert hat. Abraham hat auch Angst bekommen, weil er nicht wusste, wie es weiter gehen sollte. Das ist nicht das Problem. Aber er hat an der Verheißung Gottes festgehalten. Er hat Gott gleichsam darauf festgenagelt. Und er durfte erleben, dass Gott zu seinem Wort steht.

 

Gott steht auch heute zu seinem Wort. Es wird für uns immer wichtiger werden heute in unserem Leben, dass wir die Verheißungen Gottes kennen. Wenn wir sie nicht kennen, können wir Gott auch nicht darauf festnageln.

Ich weiß, dass Gott dem Petrus die Verheißung für die Kirche gegeben hat: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“ Ich weiß, dass Gott dem Papst Johannes XXIII. die Verheißung ins Herz gelegt hat, dass er noch einmal ein neues Pfingsten für die Kirche schenken will.

 

Und ich bin bereit, Gott darauf festzunageln. Ich halte daran fest und rechne damit, dass Gott sein Wort wahr macht. Und jedes Mal, wenn ich irgendwo ein kleines Hoffnungszeichen sehe, dann fang ich an zu jubeln und freue mich darüber. Wir dürfen Gott auf seine Verheißungen festnageln.

Es wird für die geistliche Qualität unseres Lebens viel davon abhängen, ob wir es lernen, in den Verheißungen Gottes zu leben. Oder ob wir immer erfahrungsorientiert leben und sagen: Da kann man sowieso nichts machen.

 

ich will schließen mit einer kleinen Begebenheit aus einer Messdienerstunde des letzten Jahres . Ich hatte im letzten Sommer den neuen Messdienern beim Üben versprochen: Am nächsten Freitag nach der Messdienerstunde gehen wir noch zusammen ein Eis essen. Am folgenden Freitag, wie das manchmal so geht, hatte ich unglücklicherweise keine Geldbörse in der Tasche.

Ich kann mich noch gut erinnern: Einer der Messdiener hat dann zu mir gesagt: „Sie haben das aber versprochen. Versprochen ist versprochen.“ Er hat mich auf mein Versprechen festgenagelt. Und ein anderer Messdiener hat dann ergänzt: „Versprochen ist versprochen, und wird auch nicht gebrochen.“

 

Wenn das bei Menschen schon so ist, bei Gott gilt das auf jeden Fall: Versprochen ist versprochen, und wird auch nicht gebrochen.  Amen.

 

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Predigtext:       Phil 3,17 – 4,1

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

„Ratschläge für eine Gemeinde“, das ist der Titel eines geistlichen Kommentars zum Philipperbrief des Apostels Paulus, aus dem wir eben einen Abschnitt als zweite Lesung gehört haben. Ratschläge für eine Gemeinde.

Nun – einen Ratschlag kann man beherzigen oder auch nicht. Manchmal hat das keine schwerwiegenden Folgen. Wenn einer jedoch einen Ratschlag immer wieder vorbringt (Paulus sagt in der Lesung: Ich habe schon oft zu euch von denen gesprochen), und wenn er gar den Ratschlag unter Tränen wiederholt – wie Paulus das in der Lesung sagt, dann lohnt es sich vielleicht doch, ein wenig genauer hinzuschauen.

 

Was ist los in Philippi, einer Lieblingsgemeinde des Paulus, dass es ihm die Tränen in die Augen treibt, wenn er ihnen einen Brief schreibt? Paulus sieht die Gemeinde vor sich und er sieht eine Gruppe von Christen – es waren nicht nur einige, sondern viele, wie er schreibt – und er erkennt, dass sie ins Verderben laufen. Christen, die es vielleicht selbst gar nicht merken, die sich für ganz anständige Menschen halten. Aber Paulus sieht: ‚Ihr Ende ist das Verderben.’

Die Haltung, in der diese Gruppe lebt, charakterisiert Paulus mit einem ziemlich drastischen Ausdruck: ‚Ihr Gott ist der Bauch.’ Es sind Menschen, bei denen dreht sich alles nur um Essen und Trinken, um die Belange des Bauches.

 

Vielleicht ist das ja auch ein Spiegel, den Paulus uns heute vorhält.

Wie viel wenden heute Menschen auf für die Belange des ‚Bauches’! Es dreht sich alles um Essen und Trinken. Da werden üppige Festmähler gehalten, und je üppiger sie sind, umso weniger bleibt noch Zeit für ein Tischgebet.

Wenn man dem gegenüber stellt, wie wenig die Christen heute dafür übrig haben, dass sie auch geistliche Nahrung bekommen, dann ist es schon erschreckend. Wenn man ganz ehrlich ist, dann hat doch für die meisten Katholiken die religiöse Weiterbildung aufgehört mit dem letzten Tag ihrer Schulzeit. Wer liest denn noch einigermaßen regelmäßig in der Bibel? Wer nimmt sich denn mal den Katechismus zur Hand, um sich zu informieren? Wer besucht denn mal Exerzitien oder geistliche Fortbildungstage? Wer hört sich im Radio eine religiöse Sendung an, die den Glauben vertiefen kann? Und dabei merken wir kaum noch, dass wir geistlich unterernährt sind.

Wenn ich keine leibliche Nahrung zu mir nehme, dann leidet meine Gesundheit Schaden. Aber es ist mit unserem geistliche Leben genau so. Vielleicht liegt es daran, dass in unseren Kirchen so viel ‚totes’ Christenleben da ist, dass alles so trocken und zäh ist.

 

Nun gibt es viele Christen, die sagen dann immer gleich: ‚Wenn ich so viel Zeit hätte, wie Sie, Herr Pfarrer ...!’ Aber glaub mir: Haben, tun wir die Zeit alle nicht. Die Zeit muss ich mir schon nehmen. Der Pfarrer genau so wie jeder andere auch.

Ich habe noch nie Menschen getroffen, die keine Zeit haben zum Essen, aber im geistlichen Leben sagen wir immer: ‚Ich hab keine Zeit’.

 

‚Ihr Gott ist der Bauch’, sagt Paulus. Wenden wir diesen Satz noch einmal in eine andere Richtung: Wie viel Sorge für die Menschen in der dritten Welt wenden wir auf, um die leibliche Not dort zu lindern, um dafür zu sorgen, dass der Bauch genug zu essen hat. Das ist gut und richtig so!!

Aber wer denkt denn heute darüber nach, dass auch dort die Menschen Nahrung für die Seele brauchen? Nahrung, die wir ihnen oft nicht geben. Die Seele dieser Menschen verkümmert. Mission ist nicht dasselbe wie Entwicklungshilfe! Wir brauchen Entwicklungshilfe in großem Maß. Aber wir brauchen auch Männer und Frauen, die als Missionare und Missionarinnen den Menschen dort geistliche Nahrung geben, die den Menschen die Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus sagen.

 

Paulus sagt von dieser Gruppe Christen: ‚Irdisches haben sie im Sinn’. Geistliches kommt offensichtlich in ihrem Leben kaum vor. Jedenfalls sind sie nicht vom Geistlichen geprägt. Und Paulus hält ihnen vor: ‚Ich Ruhm besteht in ihrer Schande’! Sie rühmen sich dessen vielleicht sogar: Wir stehen mit beiden Beinen im Leben; wir sind nicht abgehoben. Sie rühmen sich, dass sie nicht sind wie diese Betschwestern, die immer nur ‚Bete Bete’ machen; dass sie nicht so sind, wie die ‚Bimmelleute’, die immer zur Kirche rennen, wenn die Glocke bimmelt.

 

Paulus hält ihnen vor: ‚Sie leben als Feinde des Kreuzes Christi’. Auch hier die Frage an uns heute: Das Kreuz Christi ist das Zeichen unserer Erlösung. Aber wer braucht denn heute noch einen Erlöser? Bei uns ist doch nichts vorgekommen, sagen die Menschen heute. Vielleicht war es in Philippi ähnlich.

Aber Feind des Kreuzes Christi kann man auch dadurch werden, dass man das Kreuz Christi als eine geistliche Beruhigungspille gebraucht. ‚Christus hat uns am Kreuz erlöst; also kann uns nichts mehr passieren. Wir können einfach drauf los leben. Es gibt ja Erlösung, es gibt ja Vergebung.’ Mit solchen Ansichten hat sich Paulus auch schon auseinandersetzen müssen.

Paulus sieht diese Gruppe von Menschen und er erkennt: ‚Ihr Ende ist das Verderben!’ Darum sagt er, dass er über sie mit Tränen in den Augen spricht.

 

Aber Paulus begnügt sich nicht mir dem Jammern. Er bleibt nicht bei der negativen Charakterisierung stehen. Er gibt auch eine Perspektive nach vorne:

Er schreibt: ‚Unsere Heimat ist im Himmel’. Das Wort, das hier mit ‚Heimat’ übersetzt ist heißt eigentlich ‚Bürgerrecht’. Man könnte etwas salopp auch sagen: Wir Christen haben eine doppelte Staatbürgerschaft. Wir sind Bürger in dieser Welt, aber wir sind auch himmlische Staatsbürger.

Denken Sie ein mal daran, wie viel in den letzten Jahren gerungen worden ist, dass die Ausländer, die in unserem Land leben, die Möglichkeit der deutschen Staatsbürgerschaft bekommen. Das bringt neben Pflichten auch eine Vielzahl von Rechten in unserem Staat.

Aber im Bereich des Christlichen ist das genau so. Wir haben in den Augen Gottes Bürgerrecht im Himmel, mit Pflichten, aber auch mit Rechten! Vielleicht kennen wir die zu wenig, weil wir nicht darüber informiert sind. Ich denke daran, wie im Gleichnis vom Verlorenen Sohn der Ältere dem Vater Vorwürfe macht: ‚Mir hast du nie auch nur ein Böckchen gegeben ...’ Wie ihm dann der Vater antwortet: Mein Sohn, du bist doch immer bei mir; alles, was mein ist, ist dein. Warum hast du dir denn nicht genommen, was dir zur Verfügung stand?

 

Wir können das Bild von Bürgerrecht auch anders wenden: Wir stehen zwar mit beiden Beinen in dieser Welt. Aber unsere Verwurzelung haben wir nicht in dieser Welt, sondern im Himmel. Und wer dort seine Verwurzelung hat, der kommt nicht ans Wackeln, wenn die Stürme des Lebens kommen. Der hat auch dann noch Wasser, wenn im Leben eine Dürrezeit kommt.

 

Kennzeichen eines solchen Menschen, der seine ‚Heimat im Himmel’ hat, ist der Hinweis des Paulus: ‚Vor dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, unseren Retter’. Es sind Menschen, die eine lebendige Erwartung des wiederkommenden Herrn haben und nicht ängstlich alles Mögliche erwarten, was wohl noch auf uns zukommt.

‚Er wird unseren armseligen Leib verwandeln in die Gestalt seine verherrlichten Leibes.’ Ja, es ist hier oft ein Leben in ‚Armseligkeit des Leibes’. Auch Jesus selbst ist diesen armseligen Weg gegangen.  – Ich möchte jetzt wenigstens einen ganz kurzen Blick auf unser heutiges Evangelium von der Verklärung Christi tun. – In der Zeit, als Jesus klar wurde, dass sein Lebensausgang in Jerusalem am Kreuz enden würde, und als er zum ersten Mal mit den Jüngern darüber sprach, da schenkt ihm der Vater ‚schlaglichtartig’ die Erfahrung der Herrlichkeit auf dem Berg der Verklärung. Er muss mit seinen Jüngern wieder vom Berg herunter steigen. Hütten bauen geht nicht. Er muss den Weg des Kreuzes zu Ende gehen. Aber ganz am Ende steht die Herrlichkeit der Auferstehung. Dieser Weg gilt für Jesus, er gilt aber auch für uns.

 

Es ist eine Eigenart des Paulus, dass er zwar mit Tränen auf eine Gruppe in der Gemeinde schaut, und dass er trotzdem schreiben kann: „Darum, meine geliebten Brüder (und Schwestern), nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest im der Gemeinschaft mit dem Herrn, liebe Brüder (und Schwestern).“

Wenn man das liest, dann kann man ahnen, was Paulus meint, wenn er am Anfang unseres Lesungsabschnitts sagt: „Ahmt mich nach, Brüder!“   Amen.

 

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Predigttext:      Lk 9,28b-36

Predigt im mp3 Format

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Vor einigen Tagen habe ich in meiner ‚stillen Zeit’ in der Bergpredigt gelesen. Da hat es mir bei einem Abschnitt so richtig einen Stich ins Herz gegeben. Da sagte Jesus zu den Jüngern, und das waren doch gläubige Juden: „Wenn ihr betet, dann plappert nicht daher wie die Heiden.“

Ich hab gedacht: Ist das wirklich so, dass unser Gebet ein Plappern ist wie bei den Heiden?

 

Dann fiel mir folgende Begebenheit ein: Vor einigen Jahren habe ich einmal Firmunterricht galten für 14 bis 15-jährige Jugendliche. Wir kamen in diesem Firmunterricht auch auf das tägliche Gebet zu sprechen, auf das Morgen- und Abendgebet. Das sagte einer der Jugendlichen zu mir: „Herr Pfarrer, ich bete nicht mehr täglich.“ Als ich ihn fragte, warum er nicht mehr betet, antwortete er mir: „Das bringt ja nichts. Ich könnte genauso gut beten: ‚Lieber Gott, heute dasselbe wie gestern. Amen.’“ Ein anderer Jugendlicher ergänzte sofort: „Ich könnte genauso gut beten: ‚Lieber Gott, siehe Gotteslob Seite 44, da kannst du mein Morgengebet nachlesen.’“ Offensichtlich war das die Erfahrung dieser Jugendlichen: Es ist ja immer das Gleiche. Das bringt ja nichts.

Eine Woche später hatten wir Elternabend für eine Gruppe dieser Firmlinge. Ich hab das auf dem Elternabend einfach einmal erzählt. Da war ein Vater dabei, der war Gott sei Dank ehrlich. Er sagte: „Wenn wir sonntags zusammen zu Mittag essen, dann wird bei uns am Tisch still gebetet. Ich bin ganz ehrlich, wenn wir dann das Tischgebet beten, dann mache ich das Kreuzzeichen, zähle still bis zehn, und dann mache wieder das Kreuzzeichen.“ Das hat uns sehr betroffen gemacht.

 

Ich glaube, es gibt eine ganz große Not bei uns Christen, was das Thema Gebetserfahrungen betrifft. Und wenn wir in die Bibel hineinschauen, dann befinden wir uns da in guter Gesellschaft.

 

Eines Tages kommen die Jünger zu Jesus und bitten ihn: „Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes der Täufer seine Jünger beten gelehrt hat.“ Wir möchten auch so beten können wie du. Diese Jünger hatten erlebt: Wenn Jesus gebetet hat, und er war manchmal Nächte lang auf dem Berg, um zu beten, wenn er dann vom Gebet zurückkam, strahlte er eine Gewissheit aus, eine Klarheit im Reden und im Handeln, die sie so noch nie erlebt hatten. Sie spürten beim Beten Jesu: Da hat nicht einer ein Gedicht aufgesagt, sondern da hat einer Kontakt zum lebendigen Gott. Und das fehlte ihnen. Gut, sie hatten ihre Psalmen. Aber wenn Jesus betete, war das offensichtlich etwas ganz anderes. Und da bricht es aus ihnen heraus: „Herr, wir möchten auch so beten können wie du.“

 

Nun lässt uns der Evangelist Lukas in seinem Evangelium gleichsam einen Blick hinter die Kulissen tun. Wir dürfen gleichsam miterleben, was das mit dieser Gebetserfahrung Jesu war. Und auch die Geschichte von der Verklärung auf dem Berg Tabor ist bei Lukas erzählt als eine Gebetserfahrung Jesu.

Da heißt es im Lukasevangelium: „Jesus stieg mit Petrus, Jakobus und Johannes auf einen Berg, um zu beten. Und wie sieht nun dieses Gebet aus, diese Gebetserfahrung Jesu? Das wollen wir uns einmal etwas näher anschauen.

 

Es erscheinen zwei Männer, Mose und Elija. Und dann heißt es: „Sie sprachen mit Jesus über seinen Lebensausgang, der sich in Jerusalem erfüllen sollte.“

Es war die Zeit, in der Jesus langsam aber sicher klar wurde: Mein Lebensausgang in Jerusalem endet nicht als strahlender Messias. Unmittelbar vor der Verklärung hatte er den Jüngern zum ersten Mal gesagt: „Der Menschensohn wird den Händen der Hohenpriester ausgeliefert, und er wird leiden müssen. Sie werden ihn töten und ans Kreuz schlagen.“ Das war es, was Jesus in seinem Herzen zu dieser Zeit bewegte: Sein Lebensausgang in Jerusalem.

 

Und jetzt kommt das Erste: Jesus hat beim Beten nicht ein paar Gedichte aufgesagt, sondern er hat im Gebet mit seinem Vater über das gesprochen, was ihn jetzt im tiefsten Herzen bewegte. Und das war in diesem Augenblick: Wie wird mein Lebens Weg in Jerusalem zu Ende gehen?

 

Es ist etwas Großes auch heute, wenn Menschen lernen: Es darf im Gebet das zur Sprache kommen, was mich jetzt, in diesem Augenblick, bewegt. Ich selbst habe heute in meinem Morgengebet mit Gott darüber gesprochen, dass im Augenblick meine Stimme nicht in Ordnung ist. Ich leide zur Zeit an einer Erkältung, und dabei ich habe die ganze Woche lang die Fastenpredigten vor mir. Und da brauche ich meine Stimme. Ich habe mit Gott darüber gesprochen: Wie soll das gehen? Ich brauche meine Stimme in dieser Woche ganz besonders. Das war das, was mich heute morgen im Gebet bewegt hat. Eine ganz alltägliche Sache, aber darüber habe ich mit Gott gesprochen.

Es kann sein, dass irgendjemand von Ihnen in der nächsten Woche Aufgaben oder Arbeiten zu erledigen hat, die ihm überhaupt nicht liegen, von denen er Angst hat. Dann darfst Du mit Gott über diese Dinge reden, die die Angst machen.

Vielleicht erwartest Du heute Nachmittag Besuch, und du freust dich darauf. Dann darfst Du mit Gott im Gebet diese Freude teilen.

Vielleicht ist das so, dass Du als junger Mensch manchmal Zweifel hast, ob das alles so bestimmt, was die Kirche sagt. Dann darfst du mit Gott im Gebet über diese Zweifel reden. Du brauchst sie nicht zu verstecken. Du brauchst keine schönen Worte machen im Gebet. Das, was jetzt in deinem Herzen dran ist, darüber darfst Du mit Gott reden. Das ist das erste.

 

Das Zweite, was Jesus auf diesem Berg Tabor erlebt: Nicht nur er redet mit Gott, Gott redet auch mit ihm. Wie geht das ganz praktisch? Da heißt es: Es erscheinen Mose und Elija, und sie sprachen über seinen Lebensausgang. „Mose und Elija“, das muss man einfach wissen, ist gleichsam eine Zusammenfassung des ganzen Alten Testamentes. Mose als der Gesetzgeber, dem Gott auf dem Berg Sinai das Gesetz gegeben hat, und Elija als der große Repräsentant der Propheten. „Mose und Elija“ ist gleichsam eine Chiffre, für die Botschaft, die Gott durch Mose und Elija vermittelt hat.

 

Als Jesus mit seinem Vater auf dem Berg im Gebet redet, mit seinem Vater das bespricht was jetzt in seinem Herzen ist, da kommt ihm von Mose und Elija her, von der Botschaft, die Gott durch Mose und Elija verkündet hat, das heißt von der Botschaft des Alten Testamentes her, Klarheit, dass sein Weg am Kreuz enden muss.

Was sich in Jerusalem ereignen wird, ist nicht eine Panne im Heilsplan Gottes. Gott hatte bereits Jahrhunderte vorher durch Mose durch die Propheten zum Teil bis in die Einzelheiten hinein angekündigt, warum der Messias leiden muss, und warum gerade das der Weg der Erlösung ist.

Und das wird Jesus klar im Gespräch auf dem Berg Tabor mit „Mose und Elija“, mit der Botschaft des Alten Testamentes. Und nach dieser Szene, wo er auf dem Berg mit seinem Vater redet, da heißt es: „Er geht mit Entschlossenheit seinen Weg nach Jerusalem.“ (Vers 51) Da hat Jesus Klarheit bekommen.

 

Jedes Mal, wenn Menschen das erleben, dass Gott heute zu uns redet, dass ich zu ihm reden darf, dann ist Beten nicht mehr langweilig. Wenn Du das Wort Gottes, die Heilige Schrift liest, dann hast Du Gott eine Gelegenheit gegeben, zu dir zu reden. Und irgendwann trifft es Dich wie ein Pfeil. Du weißt dann genau: Hier meint ER mich ganz persönlich.

 

Ich will ihnen ein Beispiel dafür sagen aus meinem eigenen Leben:

In meiner ersten Kaplanstelle habe ich zusammen mit dem Pfarrer im Pfarrhaus gewohnt. Wir bekamen Besuch von einem spanischen Priester. Es war im Januar, draußen lag Schnee, und dieser spanische Priester brach sich den Fuß, weil draußen Glatteis war. Wir wussten im ersten Augenblick aber nicht, dass der Fuß gebrochen war; wir dachten, der Fuß sei verstaucht. Nun ist das mit der Krankenversicherung bei Ausländern nicht so ganz einfach, und so hat dieser spanische Priester mit seinem gebrochenen Fuß ein paar Tage bei uns auf dem Sofa gelegen, bevor er zum Arzt ging. Aber können Sie sich vorstellen: So ein lebhafter Spanier liegt gleichsam gefesselt auf dem Sofa. Der ließ sich von vorne bis hinten von allen Hausbewohnern bedienen. Jedes Mal, wenn einer in das Esszimmer kam, fing er an: Würdest du mir das und das mal holen; könntest du mir das und das einmal anreichen.

Irgendwie hat mich dieser spanische Priester furchtbar genervt. Ich weiß noch gut, am dritten Tag komme ich morgens aus dem Schlafzimmer, will in mein Arbeitszimmer und muss durch das Esszimmer gehen, wo dieser Spanier auf dem Sofa lag. Ich hatte die Türklinke noch in der Hand, da ging es schon wieder los: „Karl, kannst du mir mal ...?“ Ich hab nicht einmal guten Morgen gesagt, ich bin einfach durchgelaufen in mein Arbeitszimmer und habe das getan, was ein guter Priester morgens tut: Ich habe im Brevier die Laudes gebetet, das Morgenlob der Kirche. In Brevier ist an jedem Morgen nach den Psalmen eine Kurzlesung dran aus dem Alten oder aus dem Neuen Testament. Und wissen Sie, was an diesem Tag „zufällig“ dran war: ein Wort aus dem ersten Petrusbrief: „Seid gastfreundlich, ohne zu murren!“  - Ich wusste genau, wer gemeint war. Ich bin sofort zurückgegangen ins Esszimmer und hab mich entschuldigt, dass ich nicht einmal ‚guten Morgen’ gesagt hatte.

Diese Kurzlesung ist jeden Monat einmal in den Laudes dran. Dann können Sie sich vorstellen, wie oft ich dieses Wort schon gelesen habe. Aber in dem Augenblick hat es gesessen, weil Gott zu mir gesprochen hat. Ich hab das immer wieder erlebt, dass Gott anfängt, mit mir zu reden, wenn ich Ihm Gelegenheit dazu gebe und in seinem Wort lese. Und glaub mir: Wer so betet, für den ist Beten jedes Mal eine spannende Sache. Es ist jedes Mal gleichsam ein Interview mit dem Allerhöchsten.

 

Aber noch etwas ist wichtig zum Thema Gebetserfahrung Jesu: Als Jesus auf den Berg steigt, um zu beten, da heißt es: „Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes.  Und sein Gewand wurde leuchtend weiß.“

Das ist Gebetserfahrung, dass in meinem manchmal grauen Alltag ein Leuchten und ein Strahlen von Gott her sichtbar wird, das man menschlich nicht erklären kann. Da erfährt man auf einmal eine Gelassenheit, eine Geborgenheit und Gewissheit: Mein Alltag (und das war für Jesus die Frage, wie es mit seinem Leben ausgeht) liegt in der Hand Gottes. Da bin ich total geborgen. Das bringt ein Leuchten und ein Strahlen auf sein Gesicht. Und das ist Gebetserfahrung.

 

Ich will Ihnen auch dafür einige Beispiele sagen aus der Bibel und aus der heutigen Zeit:

Schauen Sie sich einen Mann an im Alten Testament wie den Mose. Als der auf den Berg Sinai steigt und die Gesetzestafeln von Gott bekommen, und als er dann vom Berg heruntersteigt und ins Lager kommt, da hat er selber gar nicht gemerkt, dass die Haut seines Gesichtes strahlte. Und die Leute im Lager konnten diese Strahlen des Mose nicht aushalten. Mose musste eine Decke über seinen Kopf ziehen, weil die Leute sein Strahlen nicht ertragen konnten.

Das ist Gebetserfahrung. Wir suchen das leuchtende Angesicht Gottes; und unser Gesicht fängt an zu leuchten.

Oder denken Sie an einen Mann, den wir aus der Apostelgeschichte kennen, den Stephanus. Als die Steine fliegen und er sterbend zusammenbricht, da heißt es von Stephanus: „Die Leute sahen sein Antlitz leuchten wie das eines Engels.“ Und er ruft laut: „Ich sehe den Himmel offen, und ich sehe den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“ Das ist Gebetserfahrung.

Oder denken Sie an einen Mann im Alten Testament, den König David. Als der auf der Flucht vor Saul war, weil Saul ihm nach dem Leben trachtete, als er in die Enge getrieben wurde und keinen Ausweg mehr sah, da betete er den 34. Psalm: „Ich rief zu Gott in meiner Bedrängnis, und er hat mich herausgerissen aus all meinen Nöten.“ Einen Vers weiter betet er: „Blickt auf zum Herrn, und ihr werdet strahlen vor Freude.“ Das ist Gebetserfahrung: Mitten im Alltag, mitten in der Not, dürfen wir dieses Leuchten haben, das von Gott kommt.

 

Aber auch hier einen Blick in unsere Zeit. Ich habe einmal als Priester einen alten Mann betreut, dem ich regelmäßig die Krankenkommunion gebracht habe. Es war furchtbar, mit anzusehen, wie dieser alte Mann leiden musste. Man hatte ihn aus dem Krankenhaus entlassen, weil man ihm nicht mehr helfen konnte. Er sollte dann wenigstens in seiner Familie ein menschenwürdiges Sterben haben. Aber die Angehörigen dieses alten Mannes haben oft mit Tränen in der Küche gesessen, weil sie nicht helfen konnten. Sie konnten es nicht mit ansehen, wie ihr Opa leiden musste. Sie hatten gedacht, dass er nur noch ein paar Tage zu leben habe. Aber es zog sich    noch monatelang hin, bis er dann gestorben ist.

Aber Sie hätten das einmal erleben sollen, wenn ich ihn am Herz-Jesu-Freitag die Kommunion gebracht habe. Nach der Kommunion hat er immer das alte Gebet gebetet: „Seele Christ die heilige mich ...“ Und jedes Mal, wenn er dieses Gebet sprach, dann ging ein Leuchten über sein Gesicht. Dann war nichts mehr von dem schmerzverzerrten Gesicht, dass er sonst immer hatte. Und die Angehörigen, die dabei waren, wussten nicht, was sie dazu sagen sollten. Einmal haben sie mir gesagt: „Dann ist er nicht mehr der gleiche Mann.“ Da wurde mitten in seinem Schmerz bereits ein Stückchen Himmel sichtbar, ein Leuchten, das von Gott kommt. So wie Paulus das eben in der Lesung aus dem Philipperbrief gesagt hat: „Unsere Heimat ist im Himmel.“ Da war mitten im Leiden ein Stückchen sichtbar geworden vom Glanz der Auferstehung. Vom Glanz der Herrlichkeit Gottes, den die Jünger auf dem Berg Tabor bei der Verklärung Jesu miterlebten. Das ist Gebetserfahrung.

 

Wenn man das selber nicht erlebt hat, ist es manchmal schwer, diese Gedanken nachzuvollziehen. Aber wenn Du diese Erfahrung selbst noch nie gemacht hast, dann geht doch zu diesem Jesus, und mach es genauso wie die Jünger, und sagt ihm: „Herr, lehre mich beten.“ Ich möchte auch so beten können wie du. Ich möchte auch so mit dem Vater auf Du und Du stehen, dass mein Alltag zur Sprache kommt, dass ich seine Stimme hören kann, dass in mein alltägliches Leben ein Leuchten kommt. Amen.

 

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